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Kurzer Ratgeber zur Haltung der kleinen und agilen Zwerggeckos

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Winterruhe

Kurze Erklärung verschiedener Möglichkeiten, im Tierreich, den Winter richtig zu bewältigen.


Winterruhe (Hibernation)

Die Winterruhe gibt es grob gesagt in 3 verschiedenen Formen. Diese sind der Winterschlaf, die Winterruhe und die Winterstarre.

Das bekannteste vom Wortlaut her ist der Winterschlaf. Dies tun vor allen Dingen Säugetiere, wie z.B. Igel, Fledermäuse, Bilche... Hierbei wird langsam die Körpertemperatur abgesenkt, dem zu folge natürlich auch die Atemfrequenz und der Herzschlag. Es wird vom körpereigenem Fettvorrat gezehrt und durchgängig ``geschlafen“.

Die Winterruhe ist die Überwinterungsstrategie vieler kleinerer Nager, aber auch von Dachsen, Eichhörnchen, Bären… Hierzu wird ein gut gedämmtes Nest o.ä. gebaut. Die Körpertemperatur bleibt immer gleich, es wird mehr geschlafen und die Atmung und der Herzschlag leicht minimiert. Um die nötige Energie zu bekommen fressen die Tiere von ihren vorher angelegten Vorräten.


Für unsere Terrarientiere, nämlich die meisten Reptilien und Amphibien gilt die Winter,- oder Kältestarre. Grundsätzlich handelt es sich ja um wechselwarme Tiere, die ihre Aktivität nach der Temperatur richten müssen. Sie sind nur in geringem Maße, durch Farbwechsel oder aufsuchen von bestimmten Temperaturzonen (Sonnenplatz, erwärmter Untergrund, Höhlen…) fähig die Körpertemperatur zu regulieren.

Bei vielen sonnenliebenden, tagaktiven Tieren spielt auch die Lichtdauer und Qualität eine große Rolle, um ``aktiv`` schlafen zu wollen. Damit nicht von September bis März geschlafen wird, weil sie zu sehr auf unser Tageslicht angewiesen sind, welches für die Tiere zu dieser Zeit als Winter empfunden wird, muss man sehr viel Wert auf die richtige Terrarienbeleuchtung legen. Kurz gesagt, wollen die Tiere schon früh und, oder lange schlafen, ist diese in vielen Fällen einfach zu schlecht.

Tiere die in der Natur eine wie auch immer geartete Winterruhe machen, sollten dies auch in Menschenhand tun dürfen, weil dadurch nicht nur ihre Aktivität im Frühjahr gesteigert wird und manche Art sonst gar nicht zur Fortpflanzung kommen würde, sondern es im Allgemeinen für ihre Gesundheit, das Immunsystem sehr wichtig ist. Natürlich dürfen nur gesunde Tiere in die Kältestarre.

Um zu wissen was nun das eigene Tier braucht muss man sich bewusst machen wo es her kommt. Lebt das Tier nahe des Äquators, wo Jahreszeiten nur sehr gering sind, braucht es keine Winterruhe. Ein Beispiel hierfür sind viele Leguane wie z.B. Basilisken die immer gleich aktiv sind.

Gibt es geringere Jahreszeiten werden die Tiere einfach nur etwas träger und fressen weniger, wie z.B. der Königspython oder einige Taggeckos. Hierfür verkürzt man einfach die Lichdauer.

Tiere mit großen Jahreszeitenwechsel benötigen auf jeden Fall einen ausgeprägte Kältestarre, die aber auch sehr unterschiedlich ausfallen kann.
Zum Beispiel können Strumpfbandnattern aus dem nördlichem Amerika, sogar einfrieren, da der Körper vorher Glycose im Blut anreichert passiert ihnen dabei nichts.
Ander Arten wie z.B. Bartagamen, des australisches Outbacks, reicht Zimmertemperatur um für mehrere Monate die Körperfunktionen auf ein Minimum zu reduzieren. In dieser Zeit wird nichts zu sich genommen, aber auch fast nichts verbraucht. D.h. dass die Tiere nach mehreren Monaten ohne Nahrung fast ohne Gewichtsverlust wieder erwachen.

Ist es etwas zu warm während der Kältestarre, muss man aufpassen und den Schlaf eventuell verkürzen. Höhere Temperatur = höherer Stoffwechsel = Gewichtsverlust.
Wie die Winterstarre im Einzelnen um zu setzten ist, muss man für jede Art individuell in Erfahrung bringen.


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